Hier findet ihr einige Video - Klassiker aus dem internationalen Schachgeschehen.

Nakamura - Andreikin

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Sofia Polgar - Viktor Kortschnoi

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Kramnik - Nakamura

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Aronian - Kramnik

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Quelle: You Tube

Der TV-Sender Arte zeigte Liz Garbus' Dokumentation über das Schach"genie" Bobby Fischer. Die Filmemacherin hat für den 90-minütigen Film eine unglaubliche Fülle an mehr oder wenig auch unbekanntem Film-, Foto- und Nachrichtenmaterial gesammelt und verwertet und vermittelt mit diesem und den Aussagen von Weggefährten und Zeitzeugen wie Larry Evans, Anthony Saidy, seinem Schwager Russel Targ ode den isländischen Freunden einen tiefen Einblick in die Persönlichkeit eines von früher Kindheit an in seiner Entwicklung gestörten Menschen, der trotzdem - oder deshalb - eine herausragende Spezialbegabung entwickelte. Garbus formuliert an keiner Stelle selbst ein Urteil über Fischers Persönlichkeit, doch die Aufnahmen und besonders Selbstaussagen des 12. Weltmeisters legen nahe, dass hier einiges gründlich schief ging. In einer Aufnahme am Ende seines Lebens urteilt Fischer über sich selbst: "Ich bin eigentlich kein Schachgenie, sondern ein Genie, dass zufällig Schach spielte. Ich wollte Songs schreiben, aber irgendwie habe ich es nicht gekonnt." Diese Dokumentation ist sicher das Beste, was jemals über Robert Fischer veröffentlich wurde. Ein kleiner Wehmutstropfen ist die schlechte deutsche Übersetzung, in der z.B. "game" immer in "Spiel" übersetzt wird, bei Wettkämpfen stets von "Turnieren" die Rede ist und auch Notationen nicht adäquat wiedergegeben werden. Diese großartige Dokumentation hätte durchaus eine fachgerechtere Übersetzung verdient gehabt.

Der wohl begnadetste Schachspieler des 20. Jahrhunderts war der Amerikaner Robert James "Bobby" Fischer. Bereits mit 15 Jahren US-Schachmeister, startet er mit 29 Jahren den Angriff auf den Thron des Weltmeisters und tritt im "Match des Jahrhunderts" gegen den Sowjetrussen Boris Spasski an. Und da Schach ein klassisches Strategie- und Kriegsspiel ist, wird diese Partie in Zeiten des Kalten Krieges zum Kampf der Systeme stilisiert, den der unberechenbare Exzentriker "Bobby" Fischer gewinnt. Der Dokumentarfilm erzählt die Geschichte dieses Matchs und porträtiert das "Schachgenie" Fischer.

Seit seiner Erfindung im sechsten Jahrhundert gilt Schach als Spiel der Könige, als klassisches Kriegsspiel und ultimative Herausforderung an den menschlichen Geist. Im 20. Jahrhundert überragte ein Spieler alle anderen: Der Amerikaner Robert James "Bobby" Fischer wurde von Beobachtern als Schachgenie und unberechenbarer Exzentriker beschrieben. Mit 15 Jahren war Fischer bereits Schachmeister der USA, sein größtes Ziel war es, Weltmeister zu werden und es auch für ungefähr 20 Jahre zu bleiben.
1972 war es soweit: Im isländischen Reykjavík trat der 29-Jährige im "Match des Jahrhunderts" gegen den amtierenden Schachweltmeister an, den Russen Boris Spasski. Seit Jahrzehnten dominierten sowjetische Spieler die Schachweltspitze. Doch in 18 Monaten Vorbereitungszeit auf die Begegnung hatte Fischer in einer beispiellosen Gewinnstrecke von 20 Spielen eine Reihe der besten sowjetischen Spieler besiegt.
Aber in Zeiten des Kalten Krieges war das Match um den Weltmeistertitel nicht nur für die Schachwelt bedeutend. Es war gleichzeitig ein Kampf der Ideologien. Fischer und Spasski wurden in der Öffentlichkeit als Feinde wahrgenommen, die einen Stellvertreterkrieg am Schachbrett führten. Henry Kissinger, der spätere US-Außenminister, hielt es für "gut für Amerika - und die Demokratie -, einen Amerikaner als Gewinner zu haben." Und den bekam die Welt. Fischer besiegte Spasski in einem nervenaufreibenden Match und wurde Weltmeister.
Schach ist ein Spiel wie kein anderes - bereits nach zwei Zügen können über 70.000 verschiedene Figurenkonstellationen entstehen. Manche besessene Spitzenspieler leben in einer abstrakten Welt aus Figuren, Feldern, unvorstellbar vielen möglichen Zügen und Stellungen. Einige finden aus dieser Welt nicht mehr zurück ins normale Leben. In ihrem Dokumentarfilm rekonstruiert Filmemacherin Liz Garbus aus Originalmaterial und Aussagen zahlreicher Zeitzeugen die Ereignisse um das "Match des Jahrhunderts". Gleichzeitig entwickelt sie das Psychogramm eines genialen Schachspielers, der sich Zug um Zug in den Wahnsinn spielte.

Original Quelle: Arte  Länge ca. 90 Min. Uploaded  by Ascymetra Ashtoran

"Computer sind die einzigen Gegner, die nicht immer eine Ausrede auf Lager haben, wenn sie gegen mich verlieren."

"Wenn ich Weiß habe, gewinne ich, weil ich Weiß habe und wenn ich Schwarz habe, gewinne ich, weil ich Fischer bin."

"Am wohlsten fühle ich mich, wenn ich sehe, wie sich mein Gegner im Todeskampf windet."

"Ich rechne überhaupt nicht voraus. Ich gewinne auch so."

(Bobby Fischer)