In der Lehrstube findet ihr viele verschiedene Wappen. Die Geschichte einiger bedeutender Ritterorden und Schlachten aus der Frühzeit bis zur Gegenwart. Viel Spass beim lesen und stöbern.

Hessen

Hessenlöwe oder bunter Löwe ist der Name für den Löwen im Wappen von Hessen. Dieser Name bezieht sich auf das silber-rot-gestreifte Wappentier mit der ausgeschlagenen Zunge in Rot. Es ist ein von Silber und Rot neunmal geteilter Löwe.

Der Löwe wurde ursprünglich von den Ludowingern benutzt, die auch Landgrafen in Thüringen waren. Er wird bis heute in Hessens Wappen verwendet. Die älteste Wappendarstellung ist der Wappenschild Landgraf Konrads von Thüringen (†1240), Regent von Hessen (bis 1234) und Hochmeister des Deutschen Ordens (ab 1239), auf seinem Grabmal im Landgrafenchor der Elisabethkirche in Marburg.

Zur Zeit als Großherzogtum war er ein gekrönter, goldbewehrter, von Silber und Rot neunmal geteilter Löwe mit Doppelschweif im blauen Schild und schwang mit der rechten Pranke ein Schwert. In vielen Wappen des Bundeslandes ist er anzutreffen und verkörpert die Zugehörigkeit zum Bundesland. Entweder ist er ganz dargestellt oder er ist wachsend (halber Löwe, nur Oberkörper).

 

Der Name Hessen taucht erstmals im 8. Jahrhundert auf. Auf das Jahr 738 ist ein Sendschreiben Papst Gregors des III. an Bonifatius dadiert in dem von Volk der Hessen            '' populus Hassiorum '' die Rede ist. Als Urahnen der Hessen gelten die germanischen Stämme der Chatten, die zwischen Fulda und Lahn lebten.


          Kreis Bergstraße

Beschreibung: „Geviert; rechts oben in Blau ein silberner Zinnenturm auf silbernem Berg, links oben in Silber eine rote fünfblättrige Blüte mit goldenen Butzen, rechts unten in Silber ein rotes Nagelspitzkreuz und links unten in Blau der hessische Löwe.“

(Wappen-Genehmigung 27. Oktober 1954)

Der silberne Zinnenturm stellt die Starkenburg dar, eine der ehemals wichtigsten Befestigungen der Region . Die rote fünfblättrige Blüte steht für die Blütenvielfalt im Frühling. Das Nagelspitzkreuz ist das Wappen des Klosters Lorsch.

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Suche die Beschreibung des Stadtwappens von Sonnenburg heute Stońsk/Polen

Sonnenburg liegt 12 km von Küstrin am Zufluss der Warthe in die Oder. Die Geschichte und Entwicklung der Stadt wurden sehr stark durch den Johanniterorden geprägt.

Sonnenburg wurde 1295 erstmals urkundlich erwähnt. Der Templerorden besaß in der Stadt eine Ordensniederlassung. 1312 wurden der Markgraf von Brandenburg und der Bischof von Lebus als gemeinsame Besitzer genannt. Henning und Arnold von Uechtenhagen, die Sonnenburg als Lehen erhalten hatten, errichteten 1341 das erste Sonnenburger Schloss. Vom 15. Jahrhundert an ist die Geschichte Sonnenburgs eng mit dem Johanniterorden verbunden, welcher Siedlung und Schloss 1426 für 9000 Schock böhmische Groschen vom Markgrafen Friedrich I. von Brandenburg erworben hatte. Das Schloss wurde Sitz des Herrenmeisters der Ballei Brandenburg, die innerhalb des Johanniterordens relativ selbständig war. Der Orden tat viel für den Ausbau von Sonnenburg. 1474 - 1522 erbauten die Johanniter eine neue Kirche und 1545-1564 ein neues Schloss.

1538 trat Joachim II., Kurfürst von Brandenburg, zur lutherischen Lehre über. Die Ballei Brandenburg folgte ihm darin und behielt einen Großteil ihrer Besitzungen. Im Dreißigjährigen Krieg wurden das Ordensschloss und der Ort schwer zerstört. In den Jahren 1662 bis 1667 ließ Johann Moritz von Nassau-Siegen, der 1652 zum Herrenmeister des Ordens berufen wurde, ein neues Residenzschloss errichten. Baumeister war der Holländer Cornelis Ryckwaert.

Bis zur Säkularisierung 1811 blieb Sonnenburg unter der Herrschaft des Ordens. Nach 1815 war der Ort dann ein Teil des Landkreises Sternberg (nach der Teilung 1873 Landkreis Oststernberg). 1896 erhielt Sonnenburg einen Kleinbahnanschluß nach Küstrin. Das Schloss wurde nach der Wiedererrichtung des protestantischen Johanniterordens wieder Sitz des Herrenmeisters und blieb bis 1945 im Besitz des Ordens. Im Jahre 1939 lebten in Sonnenburg 3.649 Einwohner.