Ab und zu sollte man sich auch mal was gönnen.

Mai Tai

  • 6 cl Jamaika Rum Wray & Nephew 17 Jahre
  • 1,5 cl Curaçao Orange
  • 0,75 cl Orgeat
  • 0,75 cl Zuckersirup
  • 2 cl frisch gepresster Limettensaft

Alle Zutaten mit Eiswürfeln schütteln und in ein Glas mit zerstoßenem Eis abseihen. Minzezweig mit ins Glas geben.

 

 

 

Zombie

Es gibt viele mögliche Rezeptvariationen, denen im Wesentlichen gemeinsam ist, dass sie mindestens drei, oft aber fünf oder sechs Sorten Rum enthalten, darunter auch Hochprozentige (über 70 %). Dazu kommen eventuell Fruchtliköre und vor allem verschiedene Arten von Fruchtsäften. Der sanfte, fruchtige Geschmack bewirkt, dass der Alkoholgehalt von etwa 18 %verschleiert wird. Jahrelang beschränkte das Don the Beachcomber den Zombie auf zwei Stück pro Kunde, was vom Alkoholgehalt her etwa sieben bis acht der sonst üblichen Cocktails entsprach. Durch seinen hohen Alkoholgehalt, welcher durch die große Mengen an u. a. auch hochprozentigem Rum hervorgerufen wird, gehört der Zombie je nach Rezept mit 300 bis 450 kcal zu den kalorienhaltigsten Cocktails.

Rob Roy

Der Rob Roy ist ein klassischer Cocktail, der aus 4 cl Scotch, 2 cl Vermouth Rosso und zwei Spritzern Angostura gemixt wird. Schumanns gibt noch zusätzlich einen trockenen Vermouth an. Der Cocktail ist nach dem schottischen Volkshelden Robert Roy MacGregor benannt.

Der Rob Roy ist dem Manhattan sehr ähnlich. Einziger Unterschied ist, dass für den Manhattan kanadischer Whisky oder Bourbon Whisky statt des Scotch verwendet wird.

Bloody Mary

Die Bloody Mary besteht im Wesentlichen aus Wodka und Tomatensaft, wobei das Mischungsverhältnis variieren kann. Die International Bartenders Association sieht in ihrem Rezept zwei Teile Tomatensaft auf einen Teil Wodka vor. Abgerundet wird er je nach Geschmack mit Salz (bevorzugt Selleriesalz), Pfeffer, Zitrone, Tabascosauce und/oder Worcestersauce. Das Originalrezept nach Petiot hat etwa 123 kcal und die Rezeptvariante der International Bartender's Association (IBA) hat etwa 120 kcal.

Margarita

Die Margarita ist ein weit verbreiteter Cocktail. Der Hauptbestandteil ist Tequila, typisch ist der Salzrand am Glas.

Nach klassischer Art wird die Margarita aus Tequila, Triple Sec und Limettensaft gemixt, mittlerweile existieren zahlreiche Varianten wie die Strawberry Margarita mit Erdbeersirup. Der Salzrand am Glas entsteht dadurch, dass der Glasrand zunächst in Zitronensaft und dann in Salz getaucht wird.

Singapore Sling

Für einen Singapore Sling nach heutigem Raffles-Rezept werden 3 cl Gin, 1,5 cl Kirschlikör (im Raffles: Cherry Brandy),1 ½ BL Triple Sec (Orangenlikör, im Raffles: Cointreau), 1 ½ BL Bénédictine, 1 cl Grenadine oder Granatapfelsirup, 1,5 cl Limettensaft, 1 Dash (Spritzer) Angosturabitter und 12 cl Ananassaft im Cocktail-Shaker auf Eis geschüttelt und in ein mit Eiswürfeln gefülltes Gästeglas abgeseiht. Diese Version ist auch – mit gleicher Rezeptur – einer der Offiziellen Cocktails der International Bartenders Association;daneben gibt es noch zahlreiche Vereinfachungen mit weniger Zutaten oder Varianten mit anderen Mischungsverhältnissen.

Ein Straits Sling kommt ohne Fruchtsaft, Grenadine und Orangenlikör aus, enthält dafür aber Sodawasser, und wird zum Beispiel aus 4 cl Gin, 2 cl Zitronensaft, je 1 cl Cherry Brandy und Bénédictine und je 1–2 Dashes Orangen- und Angosturabitter zubereitet. Die Zutaten werden auf Eis geschüttelt, auf frisches Eis in ein Longdrinkglas abgeseiht und mit etwa 4 cl Sodawasser aufgefüllt.

Swimming Pool

  • 2 cl süße Sahne
  • 2 cl Kokosnusscréme
  • 6 cl Ananassaft
  • 2 cl Wodka
  • 2 cl Rum weiß
  • 1 cl Curaçao blue
  • Stielkirsche
  • Ananas

Im Shaker auf zerstoßenem Eis (crushed ice) kräftig schütteln, in großes Becherglas auf zerstoßenem Eis abseihen, Curacao darübergleiten lassen, mit Stielkirsche und Ananasstück dekorieren.

Pink Lady

Man gibt in einen Shaker zwei Teile Gin und einen Teil Apfelschnaps. Dazu kommt etwas Zitronensaft und Grenadine sowie Eiklar und Sahne. Alles wird zusammen mit Eis sehr gut durchgeschüttelt und dann in ein Cocktailglas gegossen. Optional kann man ihn mit einer roten Kirsche garnieren.

Mojito

  • Etwa 5 cl Rum
  • 1–2 frische Minzstängel, möglichst Hierba Buena
  • Eiswürfel
  • 2 cl Limettensaft
  • 1–3 Teelöffel weißer Rohrzucker oder Läuterzucker
  • 8 cl Sodawasser
  • Strohhalm oder Löffelchen

Zucker und Limettensaft werden in ein Longdrinkglas gegeben. Dazu kommen leicht angedrückte Minze (ätherische Öle werden freigesetzt) und Eis. Den Rum hinzugeben und mit einem Barlöffel rühren, um die Ingredienzien zu vermischen. Zum Schluss mit Sodawasser aufgießen.

B 52

Die Zubereitung erfolgt in einem kleinen, hitzebeständigen Glas. Zuerst wird Kaffeelikör (Tia Maria oder Kahlúa) eingefüllt, danach wird über einen Barlöffel hinweg vorsichtig Cremelikör (z. B. Baileys) darüber gegossen, dabei sollen sich beide Liköre möglichst wenig vermengen. Zum Schluss wird ebenso vorsichtig ein dunkler Over Proof Rum hinzu gegeben. Es gibt spezielle Maschinen, die einen B52 (oder andere mehrschichtige Cocktails) in wenigen Sekunden zubereiten können, viele traditionsbewusste Barkeeper vertrauen aber weiterhin auf die traditionelle, manuelle Zubereitung. Cocktails mit horizontaler Schichtung werden auch „Pousse Café“ genannt, die Art der Zubereitung nennt sich – im Vergleich zu Schütteln und Rühren – „Bauen“, der B52 wird somit gebaut.

Grasshopper

Der Grasshopper besteht aus Crème de Menthe, Crème de Cacao und Sahne. Statt Sahne wird auch Milch und Vanille-Eiscreme genommen. Die Zutaten werden im Shaker mit zerstoßenem Eis (crushed ice) gemischt und in der Cocktailschale serviert. Wegen seiner grünen Farbe ist er in den USA vor allem am St. Patrick’s Day sehr beliebt.

Harvey Wallbanger

Harvey Wallbanger ist ein alkoholhaltiger Cocktail. Er besteht aus 1 Teil Galliano, 2 Teilen Wodka und 8 Teilen Orangensaft. Ersetzt man den Wodka-Anteil durch Tequila nennt man diesen Cocktail Freddy Fudpucker.

Tequila Sunrise

Der Tequila Sunrise (Sonnenaufgang) ist ein fruchtiger, süßer Cocktail aus Tequila, Orangensaft, Zitronensaft und Grenadine. Er verdankt seinen Namen der charakteristischen Farbabstufung von gelblich-orange (oben) über orange bis orangerot (unten), da die Grenadine erst zum Schluss in das Glas gegeben wird und durch die Eiswürfel nach unten sinkt. Auf den Zitronensaft wird manchmal verzichtet. Das Getränk gehört zu den Longdrinks und wird in einem Highballglas auf Eis zubereitet und serviert.

Sidecar

Ein Sidecar besteht aus Weinbrand, Cointreau und Zitronensaft, in gleichen Mengen oder auch je nach Rezept auch stark abgewandeltem Mischungsverhältnis mit Eis geschüttelt. Als french school Sidecar gilt einer, bei dem Cognac verwendet wird. Eine „englische Schule“ erwähnt das „Savoy Cocktail Book“ von 1930: hier wird die doppelte Menge Cognac verwendet. In weiteren Versionen wird Armagnac verwendet oder Cointreau mit einem anderen Triple Sec Curaçao ersetzt.

Spätestens seit den 1930ern ist auch das Servieren von Sidecars in Gläsern mit Zuckerrand  belegt. Als Garnitur kann außerdem ein Stück Zitrone oder Zitronenschale verwendet werden.

Pina Colada

Das Standardrezept der International Bartenders Association für eine Piña Colada sieht je 3 cl weißen Rum und Cream of Coconut sowie 9 cl Ananassaft vor, bei Zubereitung im Blender mit zerstoßenem Eis und einer Ananasscheibe und einer Maraschino-Kirsche als Dekoration. An deutschen Barschulen wird in der Regel die Zubereitung mit Sahne gelehrt, z. B. mit je 4 cl weißen Rums und Cream of Coconut, 8 cl Ananassaft und 2 cl Sahne, so dass der Drink noch cremiger, aber auch milder und geschmacklich weniger markant wird.

Sex on the Beach

Sex on the Beach ist in seiner ursprünglichen Form ein fruchtiger, mäßig süßer Cocktail und gehört zur Gruppe der New England Highballs. Das wohl bekannteste Rezept aus den Vereinigten Staaten wird mit Cranberry-Nektar gemixt und enthält Wodka, Pfirsichlikör, Orangensaft.

Da der Cranberry-Nektar aber früher in anderen Regionen, wie zum Beispiel Deutschland, schwer erhältlich war, existieren heute viele andere Variationen unter dem beliebten Namen Sex on the Beach. Diese enthalten andere Säfte, Sirups, Liköre und zum Teil sogar andere Basisspirituosen wie etwa Tequila. Häufig wird der Orangensaft durch Ananassaft ersetzt.

Tom and Jerry

Tom and Jerry ist die Bezeichnung für ein alkoholhaltiges Heißgetränk, das zur Kategorie der Eggnogs gehört. In den Vereinigten Staaten wird es traditionell zu Weihnachten oder an Neujahr getrunken.

Zu den Hauptzutaten gehören ein geschlagenes Eigelb, steif geschlagener Eischnee, Rum und Brandy sowie heiße Milch oder heißes Wasser. Hinzu kommen in der Regel Zucker und mehrere Gewürze wie Piment, Zimt, Muskat und Nelken. Im deutschen Sprachraum würde man das Getränk als Variante eines Eierpunschs bezeichnen. Das Getränk wird heiß getrunken.

Long Island Iced Tea

Die Spirituosen Rum, Wodka, Gin, Tequila und Triple Sec Curaçao werden, meist zu gleichen Anteilen, mit Zitronen- oder Limettensaft und Zuckersirup in ein großes, mit Eiswürfeln gefülltes Longdrink- oder Fancy-Glas gegeben, mit Cola aufgefüllt und umgerührt.Garniert wird häufig mit einer Zitronenscheibe. Im deutschsprachigen Standardwerk Cocktailian besteht der Long Island Ice Tea aus je 2 cl der genannten Spirituosen und 3 cl Limettensaft, auf Zuckersirup wird verzichtet. Diese Zutaten werden im Shaker mit Eiswürfeln geschüttelt, schließlich auf frische Eiswürfel in ein Highball-Glas abgeseiht und mit Cola „getoppt“.

Painkiller

Der Painkiller ist ein Cocktail mit Rum. Traditionell werden als erstes dunkler Rum, Orangensaft, Ananassaft und gesüßte Coconut Cream gemixt, dann geschabtes Eis hinzugegeben und zuletzt etwas Muskatnuss darauf gerieben.

 

Der Painkiller ist der offizielle Cocktail der Britischen Jungferninseln. Er wurde in den 70er Jahren an der Soggy Dollar Bar auf der Insel Jost Van Dyke erfunden. 

 

Originalrezept 

4 Teile Ananassaft

1 Teil Orangensaft

1 Teil Coconut Cream

 

 

je nach gewünschter Menge folgenden Anteil dunklen Rum hinzugeben:

für Painkiller #2: 2 Teile Pusser's Rum

für Painkiller #3: 3 Teile Pusser's Rum

für Painkiller #4: 4 Teile Pusser's Rum

 

zusammen mit zerstoßenem Eis  mixen und frisch geriebene Muskatnuss darüber streuen.

Kamikaze

Kamikaze ist ein starker Cocktail, der sowohl im Cocktailglas als auch als Kurzer ausgeschenkt wird.

Er besteht zu je einem Drittel aus Wodka, Triple sec und Limettensaft, die Zutaten werden entweder mit oder ohne Crushed Ice gemixt. Hierzu können noch Eiswürfel und eine Limettenscheibe gegeben werden. In Variationen werden unterschiedliche Mischungsverhältnisse angegeben, etwa in dem mehr Wodka und dafür weniger Limettensaft benutzt wird.

Die International Bartenders Association führt den Cocktail offiziell unter den New Era Drinks. Seinen Namen verdankt er seiner Wirkung, die mit der Stärke japanischer Kamikaze-Spezialtruppen verglichen wird.

Quelle: Franz Brandl: Cocktails. Die 1000 besten Drinks mit und ohne Alkohol, 2007 Südwest-Verlag, ISBN 3517083054

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Buchtipp

Mit den über 100 Cocktailrezepten in diesem Buch schlürfen Sie sich durch das großartige Geschmacksuniversum der prickelnden, smoothig-süßen, sauer-aromatischen und fruchtig-frischen Drinks. Ob Aperitifs, Digestifs und Drinks, ob gerührt, geschüttelt und aufgegossen, ob mit oder ohne Alkohol - alle Rezepte sind unkompliziert und gelingsicher zuzubereiten. Die Cocktailrezepte werden einfach clever und altbewährt ergänzt durch viele Tipps zur Mixpraxis, Zutaten-Tauschbörsen, Blitz- und Luxusvarianten und clevere Ideen für Deko und Styling. Der umfangreiche Serviceteil enthält neben einer Spirituosen-, Mixzutaten- und Gläserkunde viele zusätzliche Dekotipps zum optischen Aufpeppen der Cocktails und ein Barkeeper-Latein-Wörterbuch mit den essentiellen Mix-Tipps für zu Hause. Also, nichts wie ran an die Gläser! Shake it!